Fritzbox Kundendienst Forum Foren Telefonprobleme Zwei FritzBox 7490 an Comfort Pro S anschliessen

Dieses Thema enthält 5 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  K.Haak vor 5 Monate.

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  • #2922

    K.Haak
    Teilnehmer

    Ich habe da mal eine Frage:
    Ist es möglich, zwei FritzBoxen (z.B. die 7490) an jeweils zwei VoIP Anschlüsse der Telekom anzuschließen, und dann die beiden ausgehenden ISDN Port der FritzBox mit der Telefonanlage ComfortPro S zu verbinden. Diese hat 2 S0 Ports für ISDN Signale.
    Hintergrund: Wir werden nächstes Jahr seitens der Telekom „Zwangs umgestellt“ auf VoIP. Wir haben zwei ISDN Anschlüsse, die in unsere Telefonanlage ComfortPro S enden. Diese Telefonanlage ist als Mehrgeräteanschluß konfiguriert.
    Wir würden gerne diese Telefonanlage behalten. Mein Chef hat zu Hause genau die gleiche Telefonanlage und er wurde schon umgestellt (allerdings nur ein ISDN-Anschluss). Dort funktioniert diese Konstellation wunderbar.
    Könnte es bei zwei VoIP Anschlüssen Probleme geben? Zwei Anschlüsse, weil wir 4 Sprachkanäle, eine Faxleitung und eine Datenleitung benötigen.
    Die Telekom bietet ja auch die Digitalisierungs Box Premium an, nur soll es dort Probleme mit der Synchronisierung der ISDN Kanäle in Zusammenhang mit der ComfortProS geben.
    Deshalb würden wir lieber auf eine (bzw. zwei)FritzBox zurückgreifen.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    #2923
    Chef
    Chef
    Keymaster

    Jede Fritzbox 7490 hat je einen S0-Anschluss, aber ob es möglich ist, die Signale in ein Endgerät zu speisen, müsste dann schon der Hersteller des Endgerätes sagen. Mit Vermutungen meinerseits ist ja nicht geholfen.

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      #2925

      K.Haak
      Teilnehmer

      Danke für die schnelle Antwort.
      Dann wollen wir mal das Beste hoffen … 😉

      #2926

      Hani55
      Teilnehmer

      @K.Haak:

      Zwei Anschlüsse, weil wir 4 Sprachkanäle, eine Faxleitung und eine Datenleitung benötigen

      Es gibt keine 6 eigenständige Leitungen. Du hast auch jetzt keine 6 Leitungen, sondern es kommt von Außerhalb ein einziges, schwarzes Telefonanschlusskabel (Verzweigerkabel genannt) am APL an, dass mehrere dünne Kupferadern enthält die im APL (graues Teil mit Telekom drauf) auf der Klemmleiste (von Außen ankommend meist Linke Seite und auf der rechten Seite die erforderliche Adern für die Inhouse verlaufende Telefonanschlussleitung, verdrahtet sind.
      Bei einer Standard-Installation, d. h. entweder für nen normale Festnetzanschluss, egal ob mit IDSN, mit oder ohne DSL/VDSL, sind von Außen ankommend nur zwei Adern (Linke Seite auf Klemme 1 und 2) verdrahtet und abgehend, d. h. genau gegenüber (also Rechts an Klemme 1 und zwei) lediglich zwei Adern der Inhouse verlaufenen Telefonanschlussleitung verklemmt, die dann an einer der Inhouse TAE-Dosen enden, an der z. Bs. wiederum der Splitter angeschlossen ist, der bei ALL-IP bzw. VoIP aber entfernt werden muss, was auch auf den bei klassischem ISDN vorhandnen NTBA zutrifft.
      Da du anscheinend zwei eigenständige ISDN-Anschlüsse besitzt, sind i. d. R. für den ISDN-Anschluss 1 die oberen zwei Klemmen der Klemmleiste belegt worden und für den ISDN-Anschluss 2 die darunter befindlichen Klemmen 3 und 4.
      Erst ab „Inhouse ISDN-Nutzung nach der ISDN-Anlage“ werden pro zu versorgende ISDN-Dose 4 Adern des zur ISDN-Dose verlaufenden Telefonanschlusskabels benötigt, d. h., zwei Adern für abgehend und zwei für ankommend.

      Von deiner Seite wird vermutlich bezüglich All-IP (Telekom eigene Bezeichnung – die Mitbewerber nennen sie VoIP) daher etwas missverstanden.
      Bei einem All-IP-(VoIP) Anschluss (als DSL- bzw. VDSL) werden die Daten bzw. Telefonate sowie Faxe nicht über unterschiedliche Leitungen gejagt, sondern, wie auch jetzt, pro Anschluss über zwei dünne Kupferdrähte, ankommend vom nächsten KVz (Kabelverzweiger bei DSL) bzw. Outdoor/DSLAM (bei VDSL) und dann über den APL zur häuslichen TAE-Dose an der der Splitter (bei Anschlüssen mit echtem Festnetz) angeschlossen ist. Bei dir sind es wegen den zwei ISDN-Anschlüssen momentan wohl auch zwei TAE-Dosen, die am APL (häuslicher Übergabepunkt) mit jeweils zwei dünnen Adern aus der häuslichen Telefonanschlussleitung verklemmt sind.

      Die reinen Datenpakte (für Up- u. Download usw.) werden bei All-IP bzw. VoIP über eine gänzlich andere Frequenz übertragen als die vorher vom VoIP-Router in „digitale Datenpakete“ umgewandelte Telefonate bzw. Faxnachrichten.

      Tipp:
      Wenn 1&1 bei Euch ebenfalls VDSL anbietet, würde ich zu diesen wechseln.
      Grund: Im DSL 50 Tarif können bis zu 5 VoIP Gespräche gleichzeitig geführt werden. Also anderes als bei unserer liebe? Telekom und auch vielen anderen Telekom Mitbewerbern, die am Standard All-IP, egal mit welcher DSL-/VDSL Leistung, nur zwei Sprachkanäle zur Verfügung stellen – wer mehr benötigt, muss entweder einen zweiten All-IP-Anschluss dazu buchen oder aber auf SIP-Trunk wechseln – was das ganze, auch wegen der erforderlichen Hardware, recht teuer macht.

      Kleiner 1&1 Hasenfuß:
      Wird der 1&1 Anschluss (hier z. Bs. das Privatkundenprodukt DSL 50) als „gewerblicher Anschluss“ betrieben, sind darin nur 1000 Min./Mon. ins deutsche Festnetz enthalten – danach rechnet 1&1 zu den regulären Minutenpreise ab. Siehe in deren Preisliste.

      Anders sieht es aus, wenn der Gewerbetreibende z. Bs. die 1&1 Business-Flat VDSL 50 bucht. Hierin ist u. a. eine vollwertige Telefonflat ins deutsche Festnetz enthalten.

      Wenn Wechsel zu 1&1, bitte darauf achten, dass „beim Privatkundentarif“ der 1&1 HomeServer Speed+ (FB 7590) und beim Wechsel zum 1&1 Business-Flat VDSL 50 der 1&1 BusinessServer (FB 7580) dazu gebucht wird.

      Oder, vorausgesetzt Vodafone ist bei Euch tätig, zu diesen wechseln.
      Für den Tarif Red Business mit bis zu 16 MBit/s und zwei dazu gebuchten Sprachkanälen (ergibt dann 4) berechnet Vodafone z. Zt. 34,90 € Netto/Mon. (Standard mit zwei Kanälen) + Ergänzungsanschluss (zwei weitere Kanäle) für 29,90 € Netto/Mon.

      Nicht berücksichtigt habe ist die dazu eventuell erforderliche Hardware, die z. Bs. bei deren Vertriebspartner oder bei der Hotline nachgefragt werden kann.

      #2929

      Hani55
      Teilnehmer

      Nachtrag:
      Hier schildert einer etwas von Telefonieproblemen (Knacken in der Leitung) mit der Comfort Pro S nach Umstellung auf All-IP.

      Zum Knacken bzw. Hallen nach Umstellung auf VoIP bzw. All-IP unsere Erfahrungen, wenn z. Bs. ne FRITZ!Box, ein Speedport oder eine Easy Box zum Einsatz gekommen ist:

      Das Knacken bzw. Hallen und Echo hatte gem. unseren Erfahrungen mit z. Bs. im dreistelligen Bereich installierten FRITZ!Boxen an VoIP-Anschlüssen fast nie etwas mit dem Internetanschluss bzw. Provider zu tun.

      Lag, wie wir es immer wieder vor Ort feststellen mussten, entweder an einer mehr schlecht als Recht kundenseitig verlegten „Inhouse Telefonanschlussleitung“, will sagen: Oft offen verlegt, aus Deutsche Bundespost Zeiten (dünne, 4-adrige, ungenügend abgeschirmte), in unmittelbarer Nähe der Stromleitung verlaufend oder sogar zusammen mit dieser im gleichen Leerrohr, in direkter Nähe zum SAT-Koaxilkabel verlaufend usw.

      Weitere, vorgefunde, nicht erst jetzt erfundene Gründe:
      Sehr alte TAE-Dose an der der Router angeschlossen war, an der Haupt-TAE-Dose eine parallel angeschlossene TAE-Dose angeschlossen, am Router ein analoges Telefoniegerät (dessen Basisstation) mit stark strahlendem DECT-Modul oder ungenügend abgeschirmten Netzteil angeschlossen (Telefongerät war auf Nachfrage meist günstig beim Lebensmittel-Discounter erworben worden). Die immer wieder einmal vorgebrachte Behauptung, Fax per VoIP würde nicht funktionieren, können wir, die das schon seit mehreren Jahren so einsetzen, nicht bestätigen. Es kommt halt hierfür auf die entsprechenden „Feineinstellungen“ beim extern eingesetzten Faxgerät an. Mein Schwiegervater setzt an seinem All-IP Anschluss ein recht altes Fax-Gerät (Brother 870P) ein. Funktioniert problemlos.

      Bevor die Ursache (Knacksen, Hallen usw.) während des VoIP-Telefonats beim Provider gesucht oder dort als Mangel angemahnt wird, erst schauen, ob die Störung (das sogenannte Übersprechen) nicht in den eigenen 4 Wänden zu finden ist.
      Für die saubere Übertragung der „digitalen Datenpakete“ sind eine saubere „Inhouse-Verkabelung der Telefonanschlussleitung“ sowie für VoIP-Telefonie geeigente Endgeräte erforderlich. Solange noch nicht alle Telefoniegeräte HD-Telefonie unterstützen, sollte diese Option im VoIP-Router bzw. VoIP-fähigen Telefongerät deaktiviert werden.

      Es ist auch immer noch so, dass nicht alle, besonders die für Endverbraucher produzierten, oft sehr billig angebotene Telefoniegeräte, die VoIP-Spezifikation zu 100 % erfüllen.

      #2935

      K.Haak
      Teilnehmer

      Vielen Dank Hani5 für diese ausführliche Antwort !

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